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Hitzewellen und Trockenheit in Österreich
Hitzewellen und Trockenheit in Österreich sind längst keine rein sommerlichen Randthemen mehr. Hohe Temperaturen und ausbleibender Regen treten immer häufiger gemeinsam auf und belasten Böden, Pflanzen, Tiere und die Wasserversorgung. Das Jahr 2025 zählt laut GeoSphere Austria zu den wärmsten Jahren der österreichischen Messgeschichte. Gleichzeitig fiel deutlich weniger Niederschlag als im langjährigen Durchschnitt.
Warum Hitze und Trockenheit problematisch sind
Bei großer Hitze verdunstet mehr Wasser. Bleibt gleichzeitig der Regen aus, trocknen die Böden schneller aus und Pflanzen geraten unter Stress. Das kann zu geringeren Erträgen, schlechterer Futterversorgung und höheren Belastungen für landwirtschaftliche Betriebe führen. Auch Tiere brauchen bei hohen Temperaturen besondere Aufmerksamkeit, ausreichend Wasser und Schutz vor Hitze.
Ungewöhnlich ist vor allem, dass Hitzeperioden und Trockenheit länger andauern und sich gegenseitig verstärken. Für die Landwirtschaft bedeutet das: Bewährte Arbeitsweisen müssen weiterentwickelt und an veränderte Bedingungen angepasst werden.
Was kann die Landwirtschaft tun?
Bäuerinnen und Bauern arbeiten bereits an verschiedenen Maßnahmen zur Klimawandelanpassung. Dazu gehören:
humusreiche und gesunde Böden.
Begrünte und möglichst ganzjährig bedeckte Flächen.
vielfältige Fruchtfolgen.
standortangepasste Pflanzen und Sorten.
bodenschonende Bearbeitung.
ein effizienter Umgang mit Wasser.
ausreichende Versorgung und Schutz der Tiere.
Ein gesunder Boden kann Wasser besser aufnehmen und speichern. Bodenschutz ist daher gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz und zur Sicherung der Lebensmittelproduktion.
Die Rolle der Ernährungsbildung
Klimawandel und Landwirtschaft gehören auch in die Ernährungsbildung. Kinder und Jugendliche sollen verstehen, wie eng Wasser, Boden, Wetter und Lebensmittel miteinander verbunden sind. Wer weiß, wie viel Arbeit und natürliche Ressourcen in einem Lebensmittel stecken, entwickelt eher Wertschätzung und geht bewusster mit Essen um.
Nachhaltige Ernährungsbildung vermittelt deshalb praktische Fragen:
Welche Lebensmittel haben gerade Saison?
Warum sind regionale Produkte wichtig?
Wie können Lebensmittel länger haltbar bleiben?
Was hilft gegen Lebensmittelverschwendung?
Wie beeinflusst unser Konsum die Landwirtschaft?
Seminarbäuerinnen machen Wissen greifbar
Seminarbäuerinnen und/-bauern vermitteln Kindern und Jugendlichen Wissen über Landwirtschaft, Lebensmittel und Ernährung auf anschauliche Weise. In ihren Schulworkshops werden regionale Lebensmittel, ihre Herstellung und ihre Bedeutung für den Alltag verständlich erklärt.
Dabei geht es nicht nur um Fakten. Kinder dürfen fragen, entdecken und Zusammenhänge selbst herstellen. Sie erfahren beispielsweise, warum ein gesunder Boden wichtig ist, was Pflanzen zum Wachsen brauchen und wie sich Trockenheit auf die Ernte auswirkt.
Dieses Wissen wirkt über den Workshop hinaus. Es kann dazu beitragen, dass Kinder Lebensmittel bewusster auswählen, saisonaler essen, Reste verwerten und die Arbeit der Landwirtschaft besser verstehen.
Gemeinsam nachhaltig handeln
Hitzewellen und Trockenheit in Österreich lassen sich nicht mit einer einzigen Maßnahme lösen. Die Landwirtschaft braucht Unterstützung bei der Anpassung, die Gesellschaft braucht verständliche Informationen und Kinder brauchen Bildung, die Zusammenhänge sichtbar macht.
Seminarbäuerinnen leisten dazu einen wichtigen Beitrag. Sie verbinden Landwirtschaft, Ernährung und Klimawissen und zeigen, dass nachhaltiges Handeln im Alltag beginnt: beim Einkauf, beim Kochen und beim respektvollen Umgang mit Lebensmitteln.


